Flugfelddlöschfahrzeug von Colet : Der Jaguar für die Feuerwehr

Jaguar - wohl jeder Autofahrer kennt den Namen des englischen Nobelfahrzeuges. Die amerikanische Firma Colet produzierte unter diesem Namen ein Flugfeldlöschfahrzeug der Sonderklasse. Wir stellen den K-15 Jaguar vor.

Wenn Feuerwehrmann Bill Mc Brayer in seinen Dienstwagen steigt, scheint eine Verwandlung in ihm vorzugehen. äuβerst lässig schnippt er diverse Hebel in „ON-Stellung”, schaltet überwachungsmonitore an und started schlieβlich das Triebwerk. Wenn er sich dann noch beim Tower an meldet, würde es den Besucher kaum wundern, wenn er im nächsten Moment mit dem Gefährt abhebt.

Flugfeldlöfahrzeug K-15 Jaguar von Colet auf dem Atlanta International Airport.
Auch wenn Bill jetzt die Gesichtszüge des Piloten aus der „Airwolf” - Fernseh serie angenommen hat, seine Mission bleibt bodenständig. Daβ sich der Fahrer wie ein Pilot fühlt, ist verständlich. Schon auf den ersten Blick wirkt der vom amerikanischen Hersteller Colet entwickelte K-15 Jaguar wie ein Stiefbruder des Apache-Armeehelikopters. Was nicht weiter verwundert, schlieβlich nutzten die Konstruckteure Erfahrungen und Technologie aus dem Flugzeugbau. So wurde der Rahmen des Fahrzeufgs aus Stahl und Aluminium als „Monocoque” (Schalenbauweise) gefertight. Wie auch im Flugzeugbau verbindent diese Verbundbauweise geringes Gewicht mit guten Crash Eigenschaften.

Bei der Kabine verlieβen die Colet ingenieure jegliche konventionellen Vorgaben zum Thema Führerhaus. Es wurde ein richtiges Cockpit geschaffen. Der Fahrer hat den zentralen Arbeitsplatz, zwei weitere Sitzgelegenheiten sind vorgesehen, auch wenn der Jaguar nur mit einem Fahrer und dem Captain als Fahrzeugführer ausrückt.

Zum Einsteigen klappt die Tür nach hinten. SchräLinien bestimmen die Optik des Fahrzeugs.

Einblick in die Fahrzeughalle: Wie auf vielen amerikanischen Wachen steht die Einsatzkleidung neben Fahrzeug bereit. Hinter dem K-15 steht ein herkömmlicher Oshkosh

Für Fahrten im Gelände stellt die Elektronik das Fahrwerk von Straβen-auf Pff-Road-Betrieb um

Ein Blick ins Cockpit. Fahrer Bill McBrayer stehen verschiedene Monitore zur Verfügung, die ihm eine Rundumsicht ums Fahrzeug eraluben. Wäre nicht das Steuerrad, könnte man annehmen, in einem Flugzeug zu sitzen. rechts befinden sich die Funkgerät und das GPS-Anzeigegerät. Zwei zusätzliche Sitzplätze stehen zur Verfügung

Eigentlich ist der Einweiser für Rückwärtsfahrten nicht nötig. Obwohl der K-15 keine Rückspiegel hat, sieht der Fahrer alles, was hinter ihm passiert. Videokameras rund um den Aufbau machen's möglich.

Captain Gary L. Chapman, der Fahrzeugführer für den Jaguar, ist stolz auf das neue Löschfahrzeug.

Aus dem vollklimatisierten und mit hitzeabweisenden Scheiben ausgerüsteten Cockpit hat das Personal eine hervorragende Sicht, die noch durch drei Video kameras nach den Seiten verbessert wird. Bei nächtlichen Einsätzen kann der Fahrer auf ein Infrarot-Sichtgerät zurückgreifen.

über den Köpfen der Besatzung kann das Teleskop-Strahlrohr, „Boom” genannt, bis zu einer Höhe von 12,20 Metern ausgefahren werden. 4500 Liter Waser order rund 3500 Liter Wasser/Schaum Gemish können damit pro Minute in die Flammen geschossen werden - wenn essein muβ, sogar während der Fahrt. Der etwa 5800 Liter fassende Wassertank ist so tief wie möglich hinter dem Cockpit angebracht, um die Fahreigenschaften nicht zu verschelechtern.

Daneben führt der K-15 etwa 380 Liter Schaummittel und etwa 25 kilogramm Löschpulver mit. Das Pulver kann auch über zwei Handstrahlrohre abgegeben werden. Die Treigasflaschen befinden sich hinter der Vorderachse, als Treibgas wird Stickstoff verwendet.

Angetrieben wird der Jaguar mit dem Funkrufnamen „Yellow 11” von einem aufgeladenen 575 PS starken V 8 Detroit Diesel. Damit ist der K-15 112 Kilometer schenell und beschleunigt aus dem Stand in 22 Sekunder auf 80 km/h.

Besonderen Wert legen die Colet-Techniker auf das Faheverhalten des gelben Trucks. So steuert in bester Formel-1-Manier ein Computer die Federung entsprechend den Fahrtbedingungen . Ohnedaβ der Fahrer eingreifen muβ, sortgt die aktive hydropneumatische Federung auf ebener Betonfahrbahn für sanfte Fortbewegung mit abgesenktem Fahrzeug, während bei Fahrten im Gelände automatisch die Federcharakteristik und die Bodenfreiheit angepaβt werden. Auch die Verteilung des Drehmoments auf die angetriebenen Achsen übernimmt ein blitzschnell reagierendes Elektronikbauteil.

Leider hat die überreichliche Ausstattung mit „High-Tech” auch einen Haken: Ein kleiner, nicht genehmigter Ausflug mit dem K-15 Jaguar ist nicht drin. Dank Satellitennavigation ist „Yellow 11” an jedem Punkt von Atlanta und dem Rest der Welt sofort zu orten.

Nicht von ungefähr ähnelt der K-15 von vorne dem Apache-Armeehelikopter. Seine Konstruckteure haben beim Flugzeugbau abgeuguckt

Mit dem auf 12,20 ausfahrbaren Mehrzweckwerfer kann sowohl Wasser als auch Schaum verschossen werden. Bei Wasser läβt sich der Vollstrahl stufenlos auf Sprühstrahl umstellen.

Feuerwehr Magazin, Februar 1996

 

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